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6. Oktober 2026

Solider Einstand von Valentin Kees beim Motocross of Nations

Am vergangenen Wochenende ging in Ernée im Nordwesten Frankreichs die 79. Auflage des Motocross of Nations über die Bühne. Die Mannschaftsweltmeisterschaft gilt als das größte und prestigeträchtigste Event im Motocross-Zirkus. Das belegen auch die Zuschauerzahlen – rund 105.000 Besucher aus der ganzen Welt zählten die Veranstalter über das Wochenende.

Mit von der Partie war unser Clubfahrer Valentin Kees in der MX2-Klasse – er wurde zum ersten Mal von den Verantwortlichen des DMSB für die Mannschaft nominiert. Damit war er nach Fritz Köbele und Max Nagl der Dritte aus unseren Reihen, der die deutschen Farben bei diesem Rennen vertreten hat.

Gestartet wird in drei Klassen – MX2, MXGP und Open. Jede Klasse bestreitet am Samstag die Qualifikation separat, in den Wertungsrennen am Sonntag treten jeweils zwei Klassen in einem Rennen gegeneinander an – erst MXGP gegen MX2, dann MX2 gegen Open und zum Abschluss MXGP gegen Open. Aus den sechs Einzelergebnissen wird das schlechteste gestrichen und die verbleibenden Resultate addiert – das Team mit der niedrigsten Punktzahl gewinnt die Chamberlain Trophy. Das deutsche Team wurde komplettiert durch Tom Koch (MXGP) und Noah Ludwig (Open).

In der Qualifikation sorgte Noah als Achter für das beste Einzelergebnis, Tom wurde 15. Valentin hielt sich auch lange auf dem 15. Rang, ein Sturz gegen Rennende kostete ihn noch ein paar Positionen und er sah als 19. die Zielflagge – in der Addition bedeutete das den zwölften Rang für das deutsche Team.

Im ersten Rennen am Sonntag lief es noch nicht ganz rund für die Jungs. Tom kam als 19. aus der ersten Runde, konnte sich aber im Rennverlauf nicht nach vorne arbeiten. Valentin war zunächst 24., musste aber im Rennverlauf noch Konkurrenten (auch mit hubraumstärkeren Maschinen) ziehen lassen und wurde 28. Der zweite Lauf begann zunächst vielversprechend – Noah startete sensationell und lag bis zur zweiten Kurve auf dem vierten Rang – mitten unter Weltmeistern wie Jeffrey Herlings, Tom Vialle, Andrea Adamo und Pauls Jonass. Doch eine tiefe Spurrille warf den 22-jährigen ab – und zu allem Überfluss verletzte er sich so schwer am Daumen, dass er das Rennen nicht beenden und auch zum dritten Lauf nicht antreten konnte. Somit war an ein gutes Teamergebnis nicht mehr zu denken. Valentin bewegte sich auf ähnlichem Level wie im ersten Rennen und wurde schließlich als 27. abgewunken. Im dritten Lauf musste Tom nun alleine antreten, zeigte aber seinen Kampfgeist und sorgte als 14. für das beste Einzelergebnis. Durch den Ausfall von Noah stand in der Endabrechnung der 16. Platz in der Nationenwertung – aufgrund der Umstände noch ein versöhnliches Resultat.

Valentin hat die Eindrücke in Ernée regelrecht aufgesaugt und wichtige Erfahrungen gesammelt – wir drücken die Daumen für weitere Auftritte im Nationenteam. „Es war auf jeden Fall ein Hammer-Gefühl, vor so einer Kulisse für sein eigenes Land zu fahren. Ich würde es sofort wieder machen. Ich bin jetzt erst einmal müde, aber es war ein sehr geiles Erlebnis“, so der O-Ton unseres Clubfahrers.

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